Rechtssicher nach EDL-G und DIN EN 16247-1

Energieaudit nach DIN EN 16247-1 in 60 Sekunden prüfen

Ermitteln Sie mit dem kostenlosen Energieaudit Rechner, ob Ihr Unternehmen auditpflichtig ist, wie hoch die Kosten liegen und welche BAFA Förderung Sie beanspruchen können. Datenbasiert, ohne Registrierung, sofortiges Ergebnis.

  • Pflicht Check nach EDL-G inklusive
  • Kostenrahmen branchenspezifisch
  • Bis zu 80 Prozent BAFA Förderung
  • Sofort Handlungsempfehlung
BAFA gelistete Auditoren
Bundesweit tätig
DSGVO konform

Energieaudit Rechner

Schritt 1 von 6
Unternehmensgröße

Unternehmensprofil

Ist Ihr Unternehmen ein KMU?

KMU: unter 250 Mitarbeiter und (Umsatz bis 50 Mio. Euro oder Bilanzsumme bis 43 Mio. Euro).

Energieverbrauch

Verbrauch

Jährlicher Gesamtendenergieverbrauch?

Strom, Gas, Wärme, Kraftstoffe zusammen in kWh.

Managementsystem

Status

Haben Sie ISO 50001 oder EMAS?

Ein aktives Energiemanagementsystem ersetzt das Energieaudit.

Branche

Branche

In welcher Branche sind Sie aktiv?

Dies beeinflusst Tiefe, Aufwand und Kostenrahmen.

Anlass

Anlass

Was ist der Anlass des Audits?

Hilft uns, das passende Dokument zu erstellen.

Kontakt

Ergebnis zusenden

Wohin dürfen wir das Ergebnis senden?

Optional. Sie sehen das Ergebnis auch direkt hier.

DIN EN 16247-1Methodennorm
EDL-GGesetzliche Grundlage
BAFAFörderstelle
ISO 50001Managementsystem
EMASEU Öko Audit

Qualitätsmerkmale

BAFA gelistete Auditoren Bundesweit tätig DSGVO konform ISO 50001 Expertise
Definition Energieaudit

Was ist ein Energieaudit?

Ein Energieaudit ist eine systematische Untersuchung des Energieverbrauchs und der Energieflüsse eines Unternehmens mit dem Ziel, Einsparpotenziale zu identifizieren und wirtschaftlich zu bewerten. Die Methodennorm DIN EN 16247-1 definiert, wie ein Audit abläuft, welche Daten erhoben werden und wie der Bericht aufgebaut ist.

Im Gegensatz zu einer losen Energieberatung ist das Energieaudit dokumentationspflichtig und prüffähig. Für Nicht KMU ist es nach dem Energiedienstleistungsgesetz alle vier Jahre verpflichtend, für KMU ist es freiwillig und förderfähig.

Mehr zur Auditpflicht

Datenanalyse

Lastgänge, Zählerstände und Prozessdaten der letzten zwölf Monate werden strukturiert ausgewertet.

Maßnahmenplan

Priorisierte Maßnahmen mit Investitionskosten, Einsparung in kWh und Amortisationszeit in Jahren.

Auditbericht

Prüffähiger Bericht nach DIN EN 16247-1 inklusive Management Summary und BAFA Nachweisen.

Wiederholung

Alle vier Jahre erneut. Wir erinnern Sie rechtzeitig und übernehmen die komplette Fristenkontrolle.

Vorgehen

Ablauf in sechs Schritten

Das Energieaudit folgt der Methodennorm DIN EN 16247-1. Jeder Schritt ist klar definiert und dokumentiert.

  1. 1

    Einleitendes Gespräch

    Ziele, Umfang und Grenzen werden definiert. Wer liefert welche Daten? Welche Standorte sind eingeschlossen?

  2. 2

    Datenerhebung

    Verbrauchsdaten der letzten zwölf Monate, Lastgänge, Anlagendokumentation und Rechnungen werden zusammengetragen.

  3. 3

    Vor Ort Begehung

    Anlagen, Prozesse, Gebäudehülle und Nutzungsmuster werden inspiziert und fotografisch dokumentiert.

  4. 4

    Analyse

    Energieflüsse werden modelliert, Einsparmaßnahmen bewertet und wirtschaftlich gerechnet (ROI, Amortisation).

  5. 5

    Auditbericht

    Prüffähiger Bericht nach DIN EN 16247-1 mit Management Summary, Maßnahmenkatalog und Amortisationsrechnung.

  6. 6

    Abschlussgespräch

    Ergebnisse werden präsentiert, Umsetzungsfahrplan priorisiert, BAFA Nachweis erstellt.

Ratgeber

Energieaudit im Detail: Ablauf, Kosten und Vorbereitung

Alles Wesentliche zum Ablauf nach DIN EN 16247-1, zum Kostenrahmen und zur Vorbereitung, kompakt auf einer Seite. Für vertiefende Artikel verlinken die Abschnitte auf unsere ausführlichen Ratgeber.

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 folgt einem klaren Projektmuster. Wer Ablauf, Kosten und die nötige Datenbereitstellung vorab versteht, verkürzt die Projektzeit und vermeidet typische Nachforderungen. Diese Übersicht verdichtet die wichtigsten Fakten aus unseren detaillierten Ratgebern zu Ablauf, Kosten und Vorbereitung.

Zeitplan eines Energieaudits

Von der Auftragserteilung bis zur Übergabe des Berichts sind acht bis zwölf Wochen realistisch. Gut vorbereitete KMU schaffen ein Audit in sechs Wochen, Konzerne mit mehreren Werken benötigen bis zu vier Monate. Planen Sie mindestens zehn Monate Vorlauf vor einem Fristende ein, damit Messkampagnen und Urlaubszeiten absorbiert werden können.

PhaseDauerInterner Aufwand
1. Einleitender Kontakt1 Woche2 bis 4 Stunden
2. Auftakttreffen1 Woche3 bis 5 Stunden
3. Datenerhebung2 bis 4 Wochen8 bis 24 Stunden
4. Ortsbegehung1 bis 5 TageBegleitung Technik
5. Analyse2 bis 3 WochenRückfragen klären
6. Bericht und Abschluss1 bis 2 Wochen3 bis 5 Stunden

Der interne Aufwand verteilt sich auf Energiebeauftragte, Facility Management, Produktionsleitung und Controlling. Die vollständige Aufgabenliste mit Zuständigkeiten finden Sie im Ablauf Ratgeber.

Die sechs Phasen im Detail

Die Norm DIN EN 16247-1 unterteilt jedes Audit in sechs verbindliche Phasen. Jede Phase hat ein eigenes Lieferobjekt und schließt mit einer dokumentierten Freigabe.

  • Phase 1, Einleitender Kontakt: Scope, Systemgrenzen und Auditziele werden schriftlich fixiert. Unklarer Scope ist der häufigste Grund für spätere Verzögerungen.
  • Phase 2, Auftakttreffen: Das Auditteam stellt den Ablaufplan vor, Begehungstermine werden konkret gesetzt, Zugänge organisiert.
  • Phase 3, Datenerhebung: Rechnungen, Lastgänge, Anlagenverzeichnisse und Produktionskennzahlen der letzten zwölf Monate werden in einer strukturierten Ablage zusammengeführt.
  • Phase 4, Ortsbegehung: Inspektion der signifikanten Energieverbraucher mit Fotodokumentation. Bei Bedarf mobile Messkampagnen an Druckluft, Kälte oder Wärmenetzen.
  • Phase 5, Analyse: Energieflüsse werden bilanziert, Maßnahmen quantifiziert mit Einsparmenge, CO₂ Reduktion, Invest, Amortisation.
  • Phase 6, Bericht und Abschluss: Der prüffähige Auditbericht mit Managementzusammenfassung wird persönlich übergeben. Innerhalb von zwei Monaten erfolgt die BAFA Online Erklärung.

Rollen und Verantwortlichkeiten

Ein sauber aufgestelltes Projekt lebt davon, dass Rollen vor Start klar verteilt sind. Diese Besetzung hat sich in hunderten Projekten bewährt:

  • Projektsponsor: Geschäftsführung oder Finanzvorstand, stellt Ressourcen bereit und entscheidet über Maßnahmenumsetzung.
  • Single Point of Contact: Energiebeauftragter oder Facility Manager, koordiniert alle Anfragen des Auditors.
  • Fachreferenten: Technik, Produktion, IT, Controlling liefern spezifische Daten zu Anlagen, Prozessen und Kosten.
  • Externer Auditor: BAFA gelistet, führt methodisch durch alle Phasen und verantwortet den Bericht.
  • Auditteam: Bei Großunternehmen ergänzen Fachauditoren und Datenanalysten den Lead Auditor.

Stolperfallen vermeiden

Aus unserer Praxis kehren diese Projektrisiken am häufigsten wieder. Wer sie vor Start adressiert, spart Wochen an Projektzeit.

  • Verstreute Datenquellen: Lastgänge beim Versorger, Rechnungen beim Controlling, Anlagenlisten im Facility System, ohne konsolidierte Ablage verdoppeln sich Laufzeiten.
  • Fehlende Submeter: Nur Summenzähler zwingen zu mobilen Messungen. Vorher planen.
  • Urlaub bei Schlüsselpersonen: Sommerabwesenheit des Energiebeauftragten kostet oft vier Wochen.
  • Unklarer Scope: Scope Erweiterungen während des Audits führen zu Nachforderungen. Scope vor Start festzurren.
  • Falsche Erwartungen: Ein Audit ist eine Empfehlung, keine Investitionsentscheidung. Umsetzung bleibt beim Unternehmen.

Kurzempfehlung: Mindestens zehn Monate vor Fristende starten. Ein Single Point of Contact, eine zentrale Datenablage und ein verbindlicher Scope schrumpfen die Projektlaufzeit auf die untere Grenze.

Drei Preissegmente

In der Praxis bewegen sich Auditpreise nach DIN EN 16247-1 zwischen 2.500 Euro netto (kleiner Einzelbetrieb) und 18.000 Euro netto (komplexe Industrie mit Messkampagne). Je nach Unternehmensprofil sortieren wir Angebote in drei Segmente.

Kompakt

KMU, ein Standort, bis 500.000 kWh

2.500 bis 4.500 €
  • 1 Begehungstag
  • Bericht DIN EN 16247-1
  • BAFA Förderung bis 80 %

Enterprise

Industrie, mehrere Standorte, über 2,5 GWh

11.000 bis 18.000 €
  • Multi Standort Audit
  • Mobile Messtechnik inklusive
  • Umsetzungsbegleitung

Alle Werte netto vor Abzug der BAFA Förderung. Konzerne mit mehreren auditierten Standorten erhalten meist Multi Standort Rabatte auf Methodenplanung und Reporting.

Was die Kosten treibt

Ein seriöses Angebot kalkuliert acht bis zwölf Kostentreiber ein. Die wichtigsten:

  • Anzahl Standorte: Jeder weitere Standort erhöht Begehungszeit und Reisekosten.
  • Energieverbrauchsmenge: Indikator für die Komplexität der Verbraucherstruktur.
  • Signifikante Energieverbraucher: Anlagen über der 80 Prozent Schwelle erhöhen den Analyseaufwand.
  • Branchentiefe: Industrie oder Krankenhaus sind aufwendiger als reine Bürostandorte.
  • Datenqualität: Gute Submeter Struktur und saubere Rechnungsdaten sparen deutlich Aufwand.
  • Messkampagnen: Wochenlange mobile Messungen kosten separat.
  • Zeitdruck: Audits mit unter acht Wochen Vorlauf haben Eilzuschläge.
  • Reporting Detailtiefe: Ein Investment Grade Audit für Bankfinanzierung ist umfangreicher.

Preise nach Branche

Die Branche beeinflusst den Aufwand spürbar. Ein Bürostandort ist strukturell einfacher als eine Metallverarbeitung oder ein Krankenhaus.

BrancheTypische Spanne netto
Büro, Dienstleistung3.500 bis 9.500 €
Handel, Filialnetz4.500 bis 12.000 €
Hotel, Gastronomie4.500 bis 13.000 €
Logistik, Kühllager5.500 bis 14.000 €
Industrie, Produktion6.500 bis 18.000 €
Krankenhaus, Pflege8.500 bis 22.000 €

Krankenhäuser liegen am oberen Ende, weil Wärme, Kälte, RLT, Medizintechnik und Sterilisation parallel auditiert werden müssen. Branchenspezifische Einsparhebel je Sektor finden Sie im Branchen Ratgeber.

Tagessätze der Auditoren

Auditoren rechnen meist auf Basis von Tagessätzen oder pauschalen Leistungspaketen. Aktuelle Marktspannen:

  • Junior Auditor (unter 5 Jahre Erfahrung): 850 bis 1.050 Euro pro Tag
  • Auditor mit Branchenerfahrung: 1.050 bis 1.350 Euro pro Tag
  • Senior Auditor oder Spezialist (Kälte, Druckluft, Prozesswärme): 1.350 bis 1.800 Euro pro Tag
  • Lead Auditor für Multi Standort Projekte: 1.500 bis 2.000 Euro pro Tag

Das BAFA gibt im Modul Energieberatung Mittelstand eine förderfähige Tagessatzgrenze von 1.100 Euro vor. Oberhalb dieser Grenze bleibt der Mehrbetrag nicht förderfähig, kann jedoch steuerlich vollständig als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.

BAFA drückt den Nettoaufwand

Für KMU ist das Audit freiwillig. Die BAFA Förderung Modul 1 macht es wirtschaftlich hochattraktiv: bis zu 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten werden bezuschusst.

  • Jährliche Energiekosten bis 10.000 Euro: maximal 6.000 Euro Zuschuss
  • Jährliche Energiekosten über 10.000 Euro: maximal 8.000 Euro Zuschuss

Für Nicht KMU ist das Audit verpflichtend, aber in aller Regel nicht förderfähig. Investitionsmaßnahmen aus dem Audit werden jedoch über die Bundesförderung für Effiziente Gebäude Nichtwohngebäude oder die EEW Module 1 bis 6 unterstützt. Wer dauerhaft von der Auditpflicht befreit sein möchte, prüft den Umstieg auf ISO 50001.

Was der Auditor braucht

Ein strukturierter Start spart Wochen. Bevor der Auditor offiziell loslegt, sollten diese Punkte intern geklärt sein. Die vollständige Vorlage finden Sie in unserer Vorbereitungscheckliste.

Projektsponsor aus der Geschäftsführung benannt
Single Point of Contact festgelegt (Energiebeauftragter, Facility Manager)
Interne Fachbereiche informiert (Technik, Controlling, IT, Produktion)
Scope der auditierten Standorte vorbesprochen
Zeitfenster für Begehungen reserviert (zwei bis fünf Tage)
Bei BAFA Förderung: Antrag gestellt, Zuwendungsbescheid erhalten

Verbrauchsdaten bereitstellen

Die Datenqualität entscheidet über die Analysetiefe. Folgende Verbrauchsdaten sind essenziell und sollten in einer konsolidierten Ablage griffbereit sein:

  • Jahresrechnungen aller Energieträger der letzten 12 bis 24 Monate (Strom, Erdgas, Fernwärme, Heizöl, Diesel, Pellets, Fernkälte)
  • Monatsabrechnungen inklusive Leistungs- und Arbeitspreise
  • Lastgänge Strom im 15 Minuten Raster (via Stromversorger oder Messstellenbetreiber)
  • Zählernummern, MaLo ID und MeLo ID pro Zählpunkt
  • Übersicht der Haupt- und Unterzähler mit Messpunkten und Wandlerfaktoren
  • Druckluft, Dampferzeugung und Prozessgase, sofern relevant
  • Eigenerzeugung aus Photovoltaik, BHKW, Wärmepumpen mit Einspeise- und Eigenverbrauchsdaten

Bei Lastgangzählung über 100.000 kWh pro Jahr ist die Lastgangmessung Standard. Der Versorger liefert die 15 Minuten Werte auf Anforderung, meist kostenfrei.

Anlagen und Gebäudedaten

Für die Bewertung signifikanter Energieverbraucher benötigt der Auditor ein belastbares Anlagenverzeichnis und Gebäudekennzahlen. Die wichtigsten Positionen:

  • Anlagenverzeichnis mit Nennleistung, Baujahr, Hersteller, Wartungsintervallen
  • Typenschilder der Haupterzeuger (Kessel, Kältemaschinen, Transformatoren)
  • Wartungsprotokolle der letzten zwei Jahre
  • Dokumentation der Gebäudeleittechnik (GLT) und Regelstrategien
  • Gebäudedaten: Nutzflächen, Hüllflächen, Fensterflächen, Dämmstandard. Ein bestehender Energieausweis nach GEG bündelt diese Angaben in einem prüffähigen Dokument. Wer parallel die Bewertung des Immobilienportfolios aktualisieren möchte, koppelt energetische Sanierungslogik und Marktwert sauber zusammen. Eine Einordnung dazu, wie Energieeffizienz den Immobilienwert steigert, liefert ergänzende Zahlen für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
  • Beleuchtungskonzept mit Leuchtmitteln, Schaltzonen, Präsenzsteuerung
  • RLT Anlagenübersicht mit Luftvolumenströmen und Rückwärmzahlen
  • Druckluftanlage: Kompressortyp, Leistung, Druckniveau, Leckageprotokolle

Vorbereitung der Begehung

Die Ortsbegehung ist das Herzstück des Audits. Eine sauber organisierte Begehung liefert die Erkenntnisse, die aus Daten allein nicht ableitbar sind. Diese Punkte sollten geklärt sein:

  • Terminplan mit Zeitslots pro Anlage und Begleitperson
  • Zutrittsberechtigungen für Hallen, Kellerräume, Dachflächen, Serverräume
  • Persönliche Schutzausrüstung nach Bereichsvorgaben
  • Sicherheitsunterweisung durch die Werkleitung
  • Zugang zu GLT Rechner, Leitwartenrechnern und SPS Panels
  • Fotografische Freigabe für kritische Bereiche geklärt
  • Messplan mit zulässigen Messpunkten für mobile Messtechnik

BAFA Nachweis nach dem Audit

Zwei Monate nach Abschluss des Audits müssen auditpflichtige Unternehmen die Online Erklärung im BAFA Portal abgeben. Halten Sie dafür folgende Unterlagen bereit:

  • Finaler Auditbericht als PDF, signiert
  • Unabhängigkeitserklärung des Auditors
  • Listennummer des Auditors beim BAFA
  • Datum der Schlussbesprechung
  • Kennzahlen des Unternehmens für die Onlineerklärung
  • Verbrauchsdaten in der vom BAFA vorgesehenen Form
  • Verzeichnis der signifikanten Energieverbraucher
  • Liste der identifizierten Maßnahmen inklusive Amortisation

Bei Förderung durch BAFA Modul 1 sind zusätzlich Rechnung, Zahlungsnachweis und ein Kurzbericht als Verwendungsnachweis einzureichen. Details und Fristen zur BAFA Förderung haben wir separat aufbereitet.

In 60 Sekunden

Sie wollen konkret werden?

Starten Sie den kostenlosen Pflicht Check und erhalten Sie Ihre branchenspezifische Kosten- und Förderprognose, ohne Registrierung, sofort als PDF.

Beispielobjekte zur Veranschaulichung

Konfigurationsbeispiele aus der Beratungspraxis, anonymisiert und auf reine Objektdaten reduziert. Sie zeigen typische Bauarten, Größen und Kostenrahmen und ersetzen keine individuelle Aufnahme vor Ort.

Über den Autor

Burak Uzun

Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln

Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Energieaudit nach DIN EN 16247-1, EDL-G und ISO 50001.

Anbieter und Impressum Kontakt Stand: 9. Juni 2026
Methodik

Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung

Quellenbasis
  • ISO 50001 Energiemanagementsysteme
  • EDL-G § 8 ff. Pflicht für Nicht-KMU
  • DIN EN 16247-1 Anforderungen Energieaudit
  • BAFA Modul Energieberatung Mittelstand
Aktualisierung

Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 9. Juni 2026.

KI und redaktionelle Prüfung

Recherche und Textentwurf werden durch KI-Werkzeuge unterstützt, jede Seite wird vor Veröffentlichung von Burak gegen die genannten Quellen geprüft. Zahlen, Paragrafen und Normen werden bei jeder Aktualisierung gegen die Originalquelle abgeglichen.

Diese Seite ist redaktioneller Ratgeberinhalt, keine Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte gelten EDL-G und EU-Energieeffizienzrichtlinie sowie Aussagen Ihrer Sachverständigen.

Praxis

Reale Use Cases

Branchenspezifische Beispiele mit typischen Einsparquoten, wie sie bei Energieaudits nach DIN EN 16247-1 regelmäßig identifiziert werden.

Metallverarbeitung

Druckluft und Wärmerückgewinnung

Ein mittelständischer Metallverarbeiter identifizierte durch die Analyse des Druckluftsystems ein Einsparpotenzial im zweistelligen Prozentbereich. Leckagen, überdimensionierte Kompressoren und fehlende Wärmerückgewinnung waren die Haupttreiber.

Verbrauch
4,2 GWh pro Jahr
Einsparquote
rund 12 Prozent
Klinikum

Kälteerzeugung und RLT

Bei einem Krankenhaus der Grundversorgung wurden die Regelstrategien der Raumlufttechnik angepasst sowie die Kälteerzeugung hydraulisch neu eingeregelt. Die Maßnahmen rechneten sich innerhalb weniger Jahre.

Verbrauch
8,6 GWh pro Jahr
Amortisation
unter 4 Jahre
Logistik

Hallenbeleuchtung und Kälte

Ein Logistikunternehmen tauschte im Rahmen der Umsetzung die Hallenbeleuchtung auf LED mit Präsenzsteuerung und optimierte die Sequenzen der Kältemaschinen. Ergebnis: deutliche Reduktion der Grundlast.

Verbrauch
2,1 GWh pro Jahr
Einsparquote
rund 18 Prozent

Hinweis: Die genannten Einsparquoten sind typische Größenordnungen, wie sie in der DENA Evaluation zu Energieaudits dokumentiert sind. Konkrete Werte ergeben sich immer aus der individuellen Analyse.

Bundesweit, branchenübergreifend, BAFA gelistet.

Ob Produktion in Bayern, Klinikum in Hamburg oder Dienstleister in Berlin: Wir entsenden BAFA gelistete Energieauditoren mit Branchenerfahrung direkt zu Ihnen vor Ort.

Kostenloses Erstgespräch
Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wer ist zum Energieaudit verpflichtet?
Alle Nicht KMU in Deutschland sind nach dem EDL-G verpflichtet. Das sind Unternehmen mit 250 oder mehr Mitarbeitern oder Umsatz über 50 Mio. Euro kombiniert mit Bilanzsumme über 43 Mio. Euro. Ausgenommen sind Unternehmen mit zertifiziertem ISO 50001 System oder EMAS Validierung.
Wie oft muss das Audit wiederholt werden?
Spätestens alle vier Jahre ab dem Datum des letzten Auditberichts. Wir erinnern unsere Kunden rechtzeitig vor Fristablauf.
Was kostet ein Energieaudit?
Je nach Größe und Komplexität zwischen 2.500 und 18.000 Euro netto. KMU erhalten bis zu 80 Prozent Zuschuss aus dem BAFA Modul 1, gedeckelt auf 6.000 beziehungsweise 8.000 Euro.
Was passiert bei Nichteinhaltung der Pflicht?
Das BAFA kann Bußgelder bis 50.000 Euro verhängen. Bei wiederholten Verstößen können weitere aufsichtsrechtliche Maßnahmen folgen. Eine lückenhafte Dokumentation gilt bereits als Verstoß.
Reicht ISO 50001 als Alternative?
Ja. Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder eine validierte EMAS Registrierung befreit vollständig von der Auditpflicht. Ab einem Endenergieverbrauch über 7,5 GWh ist ein solches System ohnehin verpflichtend.
Wer darf das Audit durchführen?
Nur Energieauditoren, die in der öffentlich geführten BAFA Liste eingetragen sind und die fachlichen Anforderungen nach § 8b Absatz 2 EDL-G erfüllen. Unsere Auditoren sind sämtlich gelistet.
Glossar

Wichtige Begriffe im Überblick

Schnellnachschlag zu Normen, Abkürzungen und Fachausdrücken aus dem Energieaudit Kontext.

Energieaudit
Systematische Erfassung und Bewertung des Energieeinsatzes eines Unternehmens nach DIN EN 16247-1.
DIN EN 16247-1
Europäische Methodennorm, die Anforderungen an Energieaudits definiert. Allgemeiner Teil einer vierteiligen Normreihe.
EDL-G
Energiedienstleistungsgesetz. Verpflichtet Nicht KMU in Deutschland zur regelmäßigen Durchführung von Energieaudits.
EnEfG
Energieeffizienzgesetz. Ergänzt seit 2023 das EDL-G um Pflichten zu Energie- und Umweltmanagement ab 7,5 GWh Jahresverbrauch.
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen. Nach EU Definition unter 250 Mitarbeiter und unter 50 Mio. Euro Umsatz oder 43 Mio. Euro Bilanzsumme.
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Zuständig für Fördermittel und Auditorenliste.
Auditor
Qualifizierter Energieauditor, bei der BAFA gelistet. Voraussetzung sind Studium und nachgewiesene Auditpraxis.
ISO 50001
International anerkannter Standard für Energiemanagementsysteme. Ersetzt die Energieauditpflicht nach EDL-G.
EMAS
Eco Management and Audit Scheme. Freiwilliges EU Instrument für betriebliches Umweltmanagement.
PDCA
Plan, Do, Check, Act. Kontinuierlicher Verbesserungszyklus und strukturelles Rückgrat der ISO 50001.
EnPI
Energy Performance Indicator. Kennzahl zur Bewertung der Energieleistung. Pflichtbestandteil der ISO 50001.
Baseline
Energetischer Ausgangswert (EnB). Referenzzeitraum zur Bewertung späterer Einsparmaßnahmen.
Primärenergie
Ursprüngliche Energiemenge vor Umwandlung. Wird mit Primärenergiefaktoren je Energieträger berechnet.
Endenergie
Energie, die beim Endverbraucher ankommt (Strom, Gas, Fernwärme, Kraftstoffe). Referenzgröße für die Auditpflicht.
Nutzenergie
Energieform, die tatsächlich genutzt wird (Wärme, Licht, Bewegung). Letzte Stufe nach der Endenergie.
kWh, MWh, GWh
Kilowattstunde, Megawattstunde, Gigawattstunde. Einheiten der elektrischen oder thermischen Arbeit.
Lastgang
Zeitreihe des Leistungsbezugs, in der Regel in 15 Minuten Intervallen. Basis der Verbrauchsanalyse.
RLM
Registrierende Leistungsmessung. Viertelstunden Messung bei Abnehmern über 100.000 kWh pro Jahr.
SLP
Standardlastprofil. Typisiertes Verbrauchsprofil für Kleinabnehmer ohne registrierende Messung.
Peak Shaving
Kappung von Lastspitzen durch Lastmanagement oder Speicher. Reduziert Netzentgelte bei RLM Abnehmern.
Signifikante Energieverbraucher
Anlagen und Prozesse, die mindestens 80 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs verursachen und vertieft untersucht werden.
Energieflussdiagramm
Sankey Diagramm, das Energieeinsatz, Umwandlung und Verluste visualisiert. Pflichtbestandteil des Berichts.
Maßnahmenplan
Katalog priorisierter Einsparmaßnahmen mit Investition, Einsparung, CO₂ Reduktion und Amortisation.
Amortisation
Zeitraum, nach dem sich eine Investition durch eingesparte Energiekosten refinanziert hat.
Wirtschaftlichkeit
Bewertung über statische oder dynamische Verfahren (Kapitalwert, interner Zinsfuß). Pflicht je Maßnahme.
Auditbericht
Abschlussdokument nach DIN EN 16247-1. Enthält Datenbasis, Analyse, Maßnahmen, Wirtschaftlichkeit und Managementzusammenfassung.
Stromsteuerentlastung
Entlastung für das Produzierende Gewerbe nach dem Stromsteuergesetz. Der frühere Spitzenausgleich ist Ende 2023 ausgelaufen. Details im Ratgeber Stromsteuer.
EEW
Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft. Investive Zuschüsse bis 50 Prozent.
CSRD
Corporate Sustainability Reporting Directive. EU Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nach ESRS.
ESRS E1
European Sustainability Reporting Standard E1 Klimawandel. CSRD Modul für Energie- und Emissionsdaten.
Kontakt Rechner starten