Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Energieaudit Hotel und Gastronomie

Im Hotel verteilt sich der Energieeinsatz auf Heizung, Warmwasser, Lüftung, Beleuchtung und Küche. Weil viele dieser Verbraucher rund um die Uhr laufen, summieren sich auch kleine Ineffizienzen über das Jahr deutlich.

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 macht den Verbrauch je Übernachtung und je Quadratmeter transparent und zeigt, welche Kombination aus Maßnahmen die kürzeste Amortisation hat.

Energieprofil der Branche

Diese Kennzahlen ordnen den Energieeinsatz im Hotel ein.

KennzahlWertQuelle
Energie je Übernachtungrund 75,6 kWh im Mittel (2014)BfEE Kurzanalyse Hotels und Energieeffizienz 2018 nach DEHOGA 2016
Energiekosten am Umsatzdurchschnittlich 6,35 Prozent (2014)BfEE Kurzanalyse Hotels und Energieeffizienz 2018 nach DEHOGA 2016

Warum das Energieaudit hier relevant ist

Große Hotelbetriebe und Hotelgruppen sind als Nicht KMU nach EDL-G auditpflichtig und wiederholen das Audit alle vier Jahre. Kleinere, eigenständige Häuser zählen oft zu den KMU und sind nicht verpflichtet, können ein freiwilliges Audit aber über die BAFA Förderung bezuschussen lassen.

Für die Förderung Modul 1 gelten 50 Prozent des Beraterhonorars und je nach Energiekosten ein Deckel von 600 oder 3.000 Euro.

Die größten Effizienzhebel

Im Hotelumfeld zeigen kombinierte Maßnahmen die beste Wirkung.

HebelTypische Einsparung
Gesamtpaket aus Wärme, Lüftung und Beleuchtunggeplant rund 34 Prozent bei Wärme und Strom (dena Modellvorhaben, Fortschrittsbericht 2017)
Beleuchtung auf LEDdeutliche Stromeinsparung je nach Bestand
Lüftung mit Wärmerückgewinnunggeringerer Heiz- und Strombedarf

Beispiel aus der Praxis

Ein Stadthotel mit hoher Auslastung lässt ein Energieaudit durchführen und setzt anschließend ein Bündel aus LED Umrüstung, optimierter Lüftungssteuerung und Warmwasserdämmung um. Im dena Modellvorhaben Check in Energieeffizienz planten die teilnehmenden Häuser laut Fortschrittsbericht 2017 insgesamt rund ein Drittel Einsparung bei Wärme und Strom, berechnet von Energieberatern. Die Spanne hängt stark vom Ausgangszustand ab.

So läuft das Energieaudit ab

Im Energieaudit für Hotel und Gastronomie beginnt die Aufnahme bei den signifikanten Verbrauchern. In dieser Branche stehen Gesamtpaket aus Wärme, Lüftung und Beleuchtung, Beleuchtung auf LED sowie Lüftung mit Wärmerückgewinnung im Vordergrund. Nach DIN EN 16247-1 folgen Datenerhebung und Lastganganalyse, eine Begehung vor Ort, die Bewertung der Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit und ein Bericht mit priorisierten Empfehlungen.

Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung und die Beantragung der passenden Förderung. Ob Ihr Unternehmen verpflichtet ist oder freiwillig auditiert, klärt der Pflicht Check in wenigen Minuten.

Häufige Fragen

Muss ein Hotel ein Energieaudit machen?
Nur Nicht KMU sind nach EDL-G verpflichtet. Das betrifft vor allem größere Häuser und Hotelgruppen. Eigenständige kleinere Hotels sind KMU und nicht verpflichtet, können ein freiwilliges Audit aber fördern lassen.
Wie hoch ist der typische Verbrauch je Übernachtung?
Die BfEE Kurzanalyse Hotels und Energieeffizienz (2018) nennt nach DEHOGA Daten für 2014 im Mittel rund 75,6 kWh je Übernachtung, mit großer Streuung je nach Ausstattung, Wellnessbereich und Baualter.
Welche Maßnahme amortisiert sich im Hotel am schnellsten?
Häufig die Beleuchtung auf LED und die Optimierung der Lüftungssteuerung, weil beide ohne großen baulichen Eingriff wirken und der Betrieb rund um die Uhr läuft.

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Über den Autor

Burak Uzun

Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln

Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Energieaudit nach DIN EN 16247-1, EDL-G und ISO 50001.

Anbieter und Impressum Kontakt Stand: 26. Oktober 2026
Methodik

Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung

Quellenbasis
  • BfEE Kurzanalyse Hotels und Energieeffizienz, Ergebnisse der Marktbeobachtung 2017 (2018)
  • dena Modellvorhaben Check in Energieeffizienz, Fortschrittsbericht 2017
  • EDL-G § 8 Auditpflicht
  • BAFA EBN Modul 1 Energieaudit
Aktualisierung

Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 26. Oktober 2026. Frühere Stände sind über das Impressum nachfragbar.

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