Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Energieaudit Krankenhaus und Klinik

Krankenhäuser laufen rund um die Uhr und haben einen hohen, gleichmäßigen Energiebedarf. Wärme, Warmwasser und die raumlufttechnischen Anlagen bestimmen das Profil, dazu kommen Medizintechnik, Küche und oft eine eigene Wäscherei.

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 erfasst diese Bereiche und zeigt, wo die raumlufttechnischen Anlagen und die Wärmeversorgung am wirtschaftlichsten verbessert werden.

Energieprofil der Branche

Diese Kennzahlen ordnen Kliniken energetisch ein.

KennzahlWertQuelle
Verbrauch je Bettrund 6.000 kWh Strom und 29.000 kWh Wärme im Jahrviamedica Stiftung, Klinergie 2020 (2009)
Anteil Wärme am Verbrauchrund 75 ProzentStiftung Münch, Energieeffizienz im Krankenhaus (2023)
Raumluft und Kältetechnik am Strombedarfetwa 14 bis 25 ProzentStiftung Münch, Energieeffizienz im Krankenhaus (2023)
Gesamtkennwertmeist über 300 kWh/m² im JahrStiftung Münch, Energieeffizienz im Krankenhaus (2023)

Warum das Energieaudit hier relevant ist

Krankenhäuser der Regel und Maximalversorgung überschreiten die EnEfG Schwellen sehr oft und sind als Nicht KMU ohnehin nach EDL-G auditpflichtig. Ab 7,5 GWh kommt das Energiemanagementsystem hinzu, ab 2,5 GWh die Umsetzungspläne.

Weil mehrere Teilbereiche zusammenkommen, lassen sich Klinik, Wäscherei und Küche in einem Audit gemeinsam abbilden.

Die größten Effizienzhebel

Die größten Hebel liegen in der Lüftung und der Wärme.

HebelTypische Einsparung
Wärmerückgewinnung an raumlufttechnischen Anlagenein großer Teil der Abluftwärme rückgewinnbar
Lüftung bedarfsgerecht regelnrund 20 bis 25 Prozent effizienter
Kraft Wärme Kopplunggeringerer Primärenergieeinsatz

Beispiel aus der Praxis

Ein mittelständisches Klinikum mit 780 Mitarbeitern überschreitet die 7,5 GWh Schwelle und ist damit zum Energiemanagementsystem verpflichtet. Im Audit zeigt sich, dass die raumlufttechnischen Anlagen den größten Stromposten bilden. Eine bessere Wärmerückgewinnung und eine bedarfsgerechte Lüftungsregelung stehen an erster Stelle.

So läuft das Energieaudit ab

Im Energieaudit für Krankenhaus und Klinik beginnt die Aufnahme bei den signifikanten Verbrauchern. In dieser Branche stehen Wärmerückgewinnung an raumlufttechnischen Anlagen, Lüftung bedarfsgerecht regeln sowie Kraft Wärme Kopplung im Vordergrund. Nach DIN EN 16247-1 folgen Datenerhebung und Lastganganalyse, eine Begehung vor Ort, die Bewertung der Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit und ein Bericht mit priorisierten Empfehlungen.

Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung und die Beantragung der passenden Förderung. Ob Ihr Unternehmen verpflichtet ist oder freiwillig auditiert, klärt der Pflicht Check in wenigen Minuten.

Häufige Fragen

Sind Krankenhäuser auditpflichtig?
Ja, als Nicht KMU nach EDL-G. Häuser der Regel und Maximalversorgung überschreiten zudem oft die EnEfG Schwellen und müssen ein Energiemanagementsystem aufbauen.
Wo verbraucht ein Krankenhaus am meisten Energie?
Bei Wärme und Warmwasser sowie der Raumlufttechnik. Raumluft und Kältetechnik machen laut Stiftung Münch (2023) etwa 14 bis 25 Prozent des Stromverbrauchs aus.
Lassen sich Klinik und eigene Wäscherei gemeinsam auditieren?
Ja. Das Audit bildet alle Teilbereiche ab und bewertet auch eine integrierte Wäscherei oder Küche als signifikante Verbraucher.

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Über den Autor

Burak Uzun

Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln

Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Energieaudit nach DIN EN 16247-1, EDL-G und ISO 50001.

Anbieter und Impressum Kontakt Stand: 26. Oktober 2026
Methodik

Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung

Quellenbasis
  • viamedica Stiftung, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in deutschen Kliniken (2009)
  • Stiftung Münch, Energieeffizienz im Krankenhaus, Handlungsleitfaden (2023)
  • EnEfG § 8 und § 9
  • DIN EN 16247-1
Aktualisierung

Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 26. Oktober 2026. Frühere Stände sind über das Impressum nachfragbar.

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