Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Energieaudit Pflegeheim und Rehabilitation

Pflegeheime und Reha Einrichtungen haben einen hohen, gleichmäßigen Wärme und Warmwasserbedarf, weil Komforttemperaturen und Hygieneanforderungen rund um die Uhr gelten. Strom entfällt vor allem auf Beleuchtung, Küche, Wäsche und Lüftung.

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 macht den Verbrauch je Bewohner transparent und zeigt, welche geringinvestiven Maßnahmen sich am schnellsten rechnen.

Energieprofil der Branche

Diese Kennzahlen aus einem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium ordnen die Branche ein.

KennzahlWertQuelle
Stromverbrauch je Bewohnerrund 2.900 kWh im Jahr (2022)Curacon Gutachten für das BMG 2023
Wärmeverbrauch je Bewohnerrund 7.496 kWh im Jahr (2022, witterungsbereinigt)Curacon Gutachten für das BMG 2023
Einsparpotenzial organisatorischer und verhaltensbezogener Maßnahmen10 bis 20 ProzentCuracon Gutachten für das BMG 2023

Warum das Energieaudit hier relevant ist

Größere Träger und Heimketten sind als Nicht KMU nach EDL-G auditpflichtig. Einzelne kleinere Einrichtungen zählen zu den KMU und können ein freiwilliges Audit fördern lassen.

Weil viele Effekte aus geringinvestiven Maßnahmen und besserer Regelung stammen, ist die Datenbasis aus dem Audit besonders wertvoll.

Die größten Effizienzhebel

Die Hebel liegen bei Wärme, Warmwasser und Regelung.

HebelTypische Einsparung
Hydraulischer Abgleich und Heizungsoptimierunggeringinvestiv, kurze Amortisation
Warmwasser und Zirkulation optimierengeringerer Wärmebedarf
Beleuchtung auf LEDniedrigerer Stromverbrauch

Beispiel aus der Praxis

Ein Pflegeheim lässt ein Audit durchführen. Die Auswertung je Bewohner zeigt, dass vor allem die Wärmeverteilung und die Warmwasserzirkulation Reserven bieten. Ein hydraulischer Abgleich und eine angepasste Zirkulationssteuerung senken den Wärmebedarf, ohne den Komfort einzuschränken.

So läuft das Energieaudit ab

Im Energieaudit für Pflegeheim und Rehabilitation beginnt die Aufnahme bei den signifikanten Verbrauchern. In dieser Branche stehen Hydraulischer Abgleich und Heizungsoptimierung, Warmwasser und Zirkulation optimieren sowie Beleuchtung auf LED im Vordergrund. Nach DIN EN 16247-1 folgen Datenerhebung und Lastganganalyse, eine Begehung vor Ort, die Bewertung der Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit und ein Bericht mit priorisierten Empfehlungen.

Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung und die Beantragung der passenden Förderung. Ob Ihr Unternehmen verpflichtet ist oder freiwillig auditiert, klärt der Pflicht Check in wenigen Minuten.

Häufige Fragen

Muss ein Pflegeheim ein Energieaudit machen?
Größere Träger und Heimketten sind als Nicht KMU verpflichtet. Einzelne kleinere Einrichtungen sind KMU und können ein freiwilliges, gefördertes Audit nutzen.
Wo verbraucht ein Pflegeheim am meisten Energie?
Bei Wärme und Warmwasser. Der Wärmeverbrauch je Bewohner liegt nach einem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium (2023) im Jahr 2022 bei rund 7.496 kWh, witterungsbereinigt.
Welche Maßnahmen lohnen sich zuerst?
Geringinvestive Maßnahmen wie hydraulischer Abgleich, optimierte Warmwasserzirkulation und LED, Organisatorische und verhaltensbezogene Maßnahmen senken den Verbrauch laut Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium (2023) um 10 bis 20 Prozent.

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Über den Autor

Burak Uzun

Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln

Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Energieaudit nach DIN EN 16247-1, EDL-G und ISO 50001.

Anbieter und Impressum Kontakt Stand: 26. Oktober 2026
Methodik

Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung

Quellenbasis
  • Curacon und solites, Gutachten Evaluation des Energieverbrauchs von stationären Pflegeeinrichtungen im Auftrag des BMG (2023)
  • EDL-G § 8 Auditpflicht
  • BAFA EBN Modul 1 Energieaudit
  • DIN EN 16247-1
Aktualisierung

Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 26. Oktober 2026. Frühere Stände sind über das Impressum nachfragbar.

KI und redaktionelle Prüfung

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