Energieaudit Metallverarbeitung
In der Metallverarbeitung dominiert die Prozesswärme. Schmelz, Glüh und Härteöfen tragen den größten Teil des Energieeinsatzes, dazu kommen Antriebe, Druckluft und die Hallentechnik.
Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 erfasst Öfen und Querschnittstechnik gemeinsam und zeigt, wo Abwärme, Antriebe und Druckluft den größten Hebel bieten.
Energieprofil der Branche
Diese Kennzahlen des Umweltbundesamtes ordnen die Branche ein.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Prozesswärme am industriellen Endenergieverbrauch | rund zwei Drittel | Umweltbundesamt, Endenergieverbrauch nach Energieträgern und Sektoren (2026) |
| Mechanische Energie am industriellen Endenergieverbrauch | rund ein Viertel | Umweltbundesamt, Endenergieverbrauch nach Energieträgern und Sektoren (2026) |
| Druckluft in Deutschland | rund 14 TWh Strom im Jahr | Fraunhofer ISI, Radgen, Querschnittstechnologie Druckluft |
Warum das Energieaudit hier relevant ist
Metallverarbeitende Betriebe sind als Nicht KMU nach EDL-G auditpflichtig und überschreiten bei eigener Wärmebehandlung schnell die EnEfG Schwellen. Ab 7,5 GWh ist ein Energiemanagementsystem aufzubauen, ab 2,5 GWh sind Umsetzungspläne zu veröffentlichen.
Das Audit priorisiert Maßnahmen an Öfen, Antrieben und Druckluft nach Wirtschaftlichkeit.
Die größten Effizienzhebel
Die größten Hebel liegen bei Druckluft und Antrieben.
| Hebel | Typische Einsparung |
|---|---|
| Druckluft und Leckagesanierung | 30 bis 40 Prozent |
| Drehzahlregelung an Antrieben | 10 bis 75 Prozent je nach Lastprofil |
| Hallenbeleuchtung auf LED | 50 bis 70 Prozent |
Beispiel aus der Praxis
Ein metallverarbeitender Betrieb mit eigener Härterei überschreitet die 7,5 GWh Schwelle und ist damit zum Energiemanagementsystem verpflichtet. Im Audit zeigt sich, dass die Abwärme der Öfen bislang ungenutzt bleibt und das Druckluftnetz erhebliche Leckagen hat. Beide Punkte werden vorrangig angegangen.
So läuft das Energieaudit ab
Im Energieaudit für Metallverarbeitung beginnt die Aufnahme bei den signifikanten Verbrauchern. In dieser Branche stehen Druckluft und Leckagesanierung, Drehzahlregelung an Antrieben sowie Hallenbeleuchtung auf LED im Vordergrund. Nach DIN EN 16247-1 folgen Datenerhebung und Lastganganalyse, eine Begehung vor Ort, die Bewertung der Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit und ein Bericht mit priorisierten Empfehlungen.
Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung und die Beantragung der passenden Förderung. Ob Ihr Unternehmen verpflichtet ist oder freiwillig auditiert, klärt der Pflicht Check in wenigen Minuten.
Häufige Fragen
Wo liegt in der Metallverarbeitung der größte Energieeinsatz?
Ab wann braucht ein Metallbetrieb ein Energiemanagementsystem?
Wie viel bringt die Druckluftoptimierung?
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Burak Uzun
Betreiber, redaktionelle Verantwortung · Köln
Verantwortlich für Recherche und Aufbereitung der Inhalte zum Energieaudit nach DIN EN 16247-1, EDL-G und ISO 50001.
Methodik
Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung
Über diese Inhalte, Quellen und Aktualisierung
- Umweltbundesamt, Endenergieverbrauch nach Energieträgern und Sektoren (2026)
- Fraunhofer ISI, Radgen, Querschnittstechnologie Druckluft
- EnEfG § 8 und § 9
- DIN EN 16247-1
Inhalte werden überprüft, wenn sich Vorschriften, Normen oder Förderlogik ändern. Stand dieser Seite: 26. Oktober 2026. Frühere Stände sind über das Impressum nachfragbar.
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